Manipulationen durch Zentralbanken

Und jetzt war die japanische Zentralbank mal an der Reihe. Frustriert durch den stetig steigenden Yen, griff die BOJ Montag hart durch und schmiss ohne zu zögern kurzerhand 3.000 Milliarden Japanische Yen in den Verkauf. Das Rennen in den Keller, bzw. der Währungskrieg (lesen Sie diesem Artikel), ist in vollem Gang.

Mich erreichen regelmäßig E-Mails mit der Frage, welche Währung meiner Meinung nach grundlegend stabil ist. Insbesondere seit der Bindung des Schweizer Franken an den Euro ist es allerdings unmöglich, den Schweizer Franken weiterhin eine starke Währung zu nennen. Das einzige vertrauenswürdige Geld auf der ganzen Welt ist meiner Ansicht nach Gold und Silber.

Die Norwegische Krone ist eine starke Währung. Stellen Sie sich aber vor, Sie würden Norwegische Kronen kaufen und schon eine Woche später bemerken Sie, dass Ihre starke Norwegische Kronen innerhalb eines Tages um 20% gesunken sind, weil die Norwegische Zentralbank beschlossen hat, ihre Währung an den Euro zu binden. Das kann einfach so mit jeder beliebigen Währung passieren, die im Vergleich zum Euro oder Dollar etwas zu stark zunimmt.

Die Australische Zentralbank senkte vergangenen Dienstag ihre Zinsen um ¼% auf 4,5% herab. Sie tat dies aus Angst vor einem rückgängigen Wirtschaftswachstum und einer nicht so schlimmen Inflation. Wenn wir uns den Zins anschauen, ist die Geldpolitik dort besser als bei uns, aber die Zinsen bei einer Inflation von 3,5% zu senken, wirkt auf mich wie eine Manipulation aus Angst vor einer zu starken Währung.

Manipulationen durch Zentralbanken stehen heute also auf den Tagesordnungen. Der massenhaften Druck von Geld in den USA, in GB und in der EU wird dies nur noch verschlimmern. Die einzigen Währungen, die durch Manipulation nicht beeinflussbar sind, sind Gold und Silber. Man kann nämlich unmöglich Gold und Silber drucken. Ich ziehe mein Erspartes darum aus dem System heraus und kaufe von diesem Geld Gold und Silber.

 

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Warum läuft Gold jetzt besser als Silber?

Am 22. Juli erreichte die Börse ihre letzte Spitze. Anschließend begann ein kräftiger Rückgang. Der Schweizer Franken und Gold galten als sichere Häfen. Gold stieg seit dem 22. Juli um gut 9%. Silber lief jedoch viel schlechter als Gold, denn es sank seither um gut 2%. Vorletzte Woche bekamen wir eine Reihe E-Mails, in denen Leser sich fragten, warum Gold in den vergangenen Wochen so viel besser ging als Silber.

Gold und Silber sind beide sehr gute Investitionen, wenn man seine Kaufkraft vor einer Aushöhlung des Papiergeldwertes schützen möchte. Sie verhalten sich allerdings, insbesondere kurzfristig betrachtet, völlig andern.

Mehr Potenzial aber heftigere Bewegungen
Wir haben schon häufig geschrieben, dass Silber viel heftigere Preisschwankungen hat als Gold. Auf- und abwärts. Und Korrekturen von 50 bis sogar 60% kommen vor, obwohl für Silber ein Bullmarkt in vollem Gange ist. Während der Börsenkrise 2008 haben wir erlebt, dass Silber sogar innerhalb einiger Monate preislich um 53% sinken kann.

Tatsache ist, dass Gold einzig als sicherer Hafen betrachtet wird, während Silber auch ein Rohstoff insbesondere für Elektroprodukte ist. Damit ist Silber viel weniger anfällig für einen starken Preissturz, wenn Anleger plötzlich pessimistisch gegenüber den Wirtschaftsvoraussichten werden. Denken Sie an 2008.

Ein kräftiges Signal
Silber ist jedoch ein Industrierohstoff und es ist Geld. In Frankreich wird für Silber und Geld sogar dasselbe Wort verwendet: Argent. Hinzukommt, dass der Silberpreis dem Goldpreis letztendlich immer folgt. Wenn Silber also infolge von Panik unter den Anlegern stark sinkt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es anschließend in kurzer Zeit preislich enorm anzieht.

In einer panikähnlichen Situation, wie in den vergangenen Wochen, hätte Silber im Preis normalerweise leicht rund 20% sinken können. Dass Silber lediglich um 3% gesunken ist, deutet darum darauf, dass die Nachfrage auf Silber als sicherer Hafen derzeit viel größer ist als noch vor drei Jahren. Und das ist unserer Meinung nach gerade ein Zeichen von Kraft.

Mit Blick auf Langfristigkeit wird unsere Erwartung für Gold und Silber jede Woche positiver. Ich schrieb bereits, dass Gold letztendlich auf 3.000 $ steigen kann. Ich befürchte jedoch, dass es noch viel weiter steigen wird und dass Silber noch viel kräftiger steigen wird als Gold.

Bei Missmanagement zurück zu echtem Geld
Ich habe mich dafür entschieden, physisches Gold und Silber bei
Goldmoney zu führen, weil das in meinen Augen der verlässlichste Weg ist. Ich kaufe phasenweise hinzu (denn auch Gold- und Silberpreise schwanken!) und halte mein Gold und Silber so lange fest, bis wir wieder einen Zentralbanker bekommen, der den Wert des Euro wichtiger findet, als das Herauszögern einer Rezession. Das wird eines Tages passieren, liegt jetzt jedoch noch in sehr weiter Ferne.

Wenn Sie noch keinen Goldmoney Account haben, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall jetzt einen solchen zu eröffnen. Klicken Sie hier, wenn Sie deutschsprachige Hilfe bei der Eröffnung eines Kontos benötigen.

 

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Sinkender Trend und sichere Häfen

Nach einigen Wochen „auf der Kippe“ hat die Börse letzte Woche dann doch Farbe bekannt. Wir können den mittelfristigen Börsentrend aller amerikanischen Börsenindices nun definitiv als sinkende einstufen.

Ein sinkender Börsentrend muss auch für den Buy-and-Hold Anleger keine Phase sein, in der man frustriert den sinkenden Kursen zuschaut. Aus einer solchen Phase kann man auch recht gute Vorteile ziehen. In diesem Artikel vom vergangenen Donnerstag gehen wir auf dieses Thema weiter ein.

Zudem ist es wichtig auch Gelder in sichere Häfen zu investieren. Gold und Silber zum Beispiel (siehe Artikel). Ich erwähnte letzte Woche des Weiteren den Schweizer Franken als Beispiel. Wenn Sie sehen möchten, wie der Wert des Euro durch Misswirtschaft herabgestuft wird, schauen Sie sich dann einmal diese Graphik an, die den EUR/CHF Kurs der vergangenen zwei Jahre wiedergibt.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Schweizer 25% weniger Probleme durch steigende Heiz- und Benzinkosten haben, dass sie 25% weniger Schwierigkeiten durch steigende Nahrungsmittelpreise haben, dass sie in der Eurozone 25% günstiger in den Urlaub fahren können etc. Gleichzeitig haben die Schweizer keinerlei Schwierigkeiten, ihre Güter im Ausland an den Mann zu bringen. So stark waren der Niederländische Gulden und die Deutsche Mark auch, als es noch keinen Euro gab.


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Politiker die sich die Haare raufen

Vergangene Woche gab Eurostat bekannt, dass die Produzentenpreise in der Eurozone im vorigen Dezember ganze 5,3% höher lagen als noch ein Jahr zuvor. Zwar liegen wir in Deutschland mit 5,1% noch gerade unter dem Durchschnitt, es geht aber dennoch schnell aufwärts. Im November nämlich lag die Zunahme noch bei 4,3%.

Preise steigen weiter und Produzenten müssen entweder niedrigere Gewinnspannen akzeptieren oder die gestiegenen Preise auf den Konsumenten abwälzen. Letzte Woche gab Unilever bereits bekannt, dass das Unternehmen seine Preise erhöhen wird. Das bedeutet, dass die Einkaufspreise für die Supermärkte steigen werden und dort sind die Gewinnspannen bereits so klein, dass sie keine andere Wahl haben, als auch ihre Preise zu erhöhen.

In der Schweiz hat man übrigens nicht so viel Sorge durch allerlei Preissteigerungen. Dort stiegen die Produzentenpreise um lediglich 1,1%. Das hat alles mit der Tatsache zu tun, dass der Schweizer Franken 2010 im Vergleich zum Euro um satte 19% und im Vergleich zum Dollar um satte 11% zugenommen hat. Eine starke Wirtschaft führt zu einer starken Währung. Eine starke Währung führt zu einer starken Wirtschaft. Und andersherum.

Ich vermute, dass insbesondere unsere Politiker sich die Haare raufen werden, wenn sie sich unsere schweizer Nachbarn anschauen. Hätten wir unsere gute alte D-Mark noch, dann hätten wir die erste Zinserhöhung vermutlich bereits hinter uns und die D-Mark würde ein Stück besser dastehen als der Euro. Und der deutsche Bürger hätte obendrein keine Probleme in Folge steigender Preise.

In den Medien hören wir Politiker, Banker und Akademiker immer behaupten, dass der Euro uns lediglich Vorteile eingebracht hat. Und dass es eine „sehr schlechte Idee“ wäre, sich vom Euro zu verabschieden. Ist doch komisch, dass Länder wie die Schweiz, Norwegen und Schweden es ohne diesen „enormen Vorteil“ schaffen müssen und es dort dann auch noch besser läuft. Oder läuft es gerade darum besser?

 

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Finger weg von europäischen Bankaktien!

Es hängt eine neue Finanzkrise in der Luft. Eine Grosse. Es gibt enorme Probleme in Zentral- und Osteuropa. Probleme die in den kommenden Monaten zur Oberfläche kommen werden und die westeuropäische Wirtschaft (und somit die gesamten EU) schwer treffen werden. Das Problem beruht auf der Tatsache, das Banken in den sogenannten neuen Mitgliedsstaaten masal ihren Kunden Hypotheken gewährt haben. Das Darlehen haben sie aber in Japanischen Yen oder Schweizer Franken vergeben unter dem Motto niedrige Zinsen also super günstig.

Kurz mal nicht an das Valutarisiko gedacht
In Ungarn sind zum Beispiel kräftig Hypotheken in Schweizer Franken verkauft worden. Das Ungarische Forint sank im vergangenem halben Jahr mit 30% wodurch Ungarns Hypothekensaldo um 30% zunahm. Auch in Polen sind 60% aller Hypotheken in Schweizer Franken. Auch in Polen hat man sich mit dem Valutarisiko nicht  auseinander gesetzt.

Diese Art Darlehen wurde sehr viel verkauft durch lokale Banken, die Eigentum sind von westeuropäischen Banken. Österreichische Banken haben insgesamt für Euro 230 Milliarden an Darlehen vergeben. Das entspricht 70% von Österreichs BIP.

Auch andere westeuropäische Banken die vorher schon von der amerikanischen Wirtschaftskrise getroffen wurden, bekommen jetzt noch einmal einHammerschlag aus Zentral- und Osteuropa. In den Informationen die uns zur Verfügung stehen, wird auch die ING als Opfer von gigantischen Problemen in der Ukraine dargestellt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund für ING’s Kurssturz der letzten Wochen.

Das Gesamtbild
Westeuropäische Banken haben insgesamt für etwaEuro 1,7 Billionen (also 1700 Milliarden) an Darlehen in Zentraleuropa gewährt. 2009 soll fast Euro 400 Milliarden zurück gezahlt werden oder der Vertrag soll verlängert werden. Allerdings halten die westeuropäischen Banken das nicht für eine gute Idee. Ein Betrag, der so gross ist wie 33% die Wirtschaft der gesamte Region zusammen. Eine Katastrophe also.

Wir richten uns mit unserer Strategie nicht auf europäischen Banken. Wenn wir eine europäische Bankenaktie besitzen würden, dann würden wir uns erstmals sicherstellen das die Bank nicht direkt oder indirekt Eigentümer ist von einer Bank aus dieser Region und das sie da keine grossen Kredite ausstehen haben. Um erstes herauszufinden braucht man meistens nur die Website nachzuschauen. Das letzte lässt sich allerdings nur schwer feststellen.

 

 

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