Unwesentlicher Verlust von 81 Milliarden Euro

Nächste Woche zum Skifahren in die Schweiz? Da sind Sie jetzt wohl mal eben 17% mehr los für Skipass und alle weiteren anfallenden Kosten.

Das werden Sie vielleicht noch verkraften.

Man könnte sich allerdings fragen, ob die Schweizer Zentralbank (SNB) dieses unglaublich dumme und jetzt misslungene Experiment, den Schweizer Franken an den Euro zu koppeln, verkraften wird.

17% Verlust auf Mega-Position
Die SNB hat in den vergangenen Jahren massenhaft Schweizer Franken aus heißer Luft geschaffen, diese an den Währungsmärkten verkauft und dafür Euro und Dollar gekauft.

Laut der letzten veröffentlichen Zahlen (siehe hier), führt die SNB ausländische Währungen in Höhe von 475 Milliarden Schweizer Franken auf ihrer Bilanz. Diese haben, in Franken gemessen, innerhalb eines Tages mal eben 17% an Wert eingebüßt.

Das entspricht einem unwesentlichen Verlust von 81 Milliarden Schweizer Franken. Und das bei einem kleinen Land von rund 8 Millionen Einwohnern!

Warum gerade jetzt?
Weil SNB Präsident Thomas Jordan genau weiß, was sein Kollege Mario Draghi am nächsten Donnerstag verkünden wird.

Draghi wird sehr wahrscheinlich eine Gelddruckbazooka laden.

Dadurch wäre die CHF/EUR Verbindung ohnehin nicht mehr tragbar. Und Thomas Jordan befürchtete, dass der Verlust für die SNB letztendlich viel höher ausgefallen wäre.

Sehen Sie, damit hatte er dann doch wieder recht…

 

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Ein Rennen in den Keller

Was bei mir aus dem turbulenten dritten Quartal am meisten hängengeblieben ist, ist die Tatsache, dass die Schweizer Zentralbank den Schweizer Franken an den grundlegend schwachen Euro gebunden hat. Ich kann mir vorstellen, dass Sie das nicht verstehen werden, denn letztendlich ist die Schweiz ein kleines Land mit wenig Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Ich war im Juni selber in der Schweiz im Fahrradurlaub und stellte fest, wie teuer alles war und wie meine Mitreisenden sich darüber aufregten. Als ich dann meinte, dass 25% der Preise die Folge des sinkenden Euro seien, ging diese Info bei den Urlaubern zum einen Ohr hinein und zum anderen gleich wieder hinaus. Der durchschnittliche Bürger will nicht wissen, warum es so teuer ist; er will nur hören, dass es so teuer ist.

Letzte Woche habe ich gelesen, dass Schweizer, die in der Grenzregion wohnen, ihren Einkauf in Vielzahl auf der anderen Seite der Grenze in Frankreich, Italien, Österreich oder Deutschland erledigen. Sie bekommen so natürlich viel mehr Euro für ihre Schweizer Franken, aber das sagt dem durchschnittlichen Schweizer nichts. Die Schweizer waren sogar sauer auf die eigenen Geschäftsleute in der Grenzregion, weil sie so hohe Preise hantierten. Daran können die armen Geschäftsleute natürlich sehr wenig ändern.

Die wichtigste Botschaft, die ich in aus diesem Bericht mitnehme ist folgende: Auf unserem Erdball gibt es fast kein Land, dem eine starke Währung noch wichtig ist. Und selbst wenn ein Land eine starke Währung wollen würde, würden vielschichtige Probleme entstehen (sinkender Export, auf der anderen Grenzseite einkaufen), weil alle anderen Länder nun einmal eine möglichst schwache Währung wollen. Und darum schließen sich jetzt sogar Länder mit einer langen Tradition einer starken Währung dem Rennen um die schwächste Währung an.

Die Aktion der Schweizer Zentralbank ist in meinen Augen darum auch ein extra Zeichen dafür, dass man in Hinblick auf die Zukunft Gold und Silber besitzen sollte. Das ist nämlich das einzige Geld auf dieser Erdkugel, das sich nicht am Rennen um das niedrigste Niveau beteiligen kann. Die Korrektur von Gold und Silber, die wir in den vergangenen Wochen erlebten, macht es für mich nur noch interessanter. Ich werde wieder hinzukaufen.

Darum sind Gold- und Silberaktien meiner Meinung nach auch für die kommenden Jahre am vielversprechendsten. Es werden darauf nämlich enorme Kursgewinne erzielt werden. In unserem neuen und fast schon wieder ausverkauften „Top Aktien Report“ nennen wir eine fantastische Goldaktie und Silberaktie. Klicken Sie hier, um den Report schnell zu bestellen.

 

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