Soziale Unruhen nehmen zu

Es gibt die ersten richtigen Anzeichen stark zunehmender sozialer Unruhen. Innerhalb einer Woche erlebten wir zornige Griechen und zornige Spanier in heftigen Gefechten mit Polizeieinheiten.

Wir haben uns in den vergangenen zehn Jahren ein wenig daran gewöhnt, dass ausbrechende Unruhen immer von Aufständischen ausgelöst werden, die bewusst zu solchen Events gehen, um sich zu amüsieren.

Auffallend an der aktuellen Situation ist, dass es häufig normale, aber dennoch wütende Menschen sind. Am Freitag gab es einen großen Streik in Italien und eine Demonstration in Rom. Mein Gefühl sagt mir, dass die Wut in Italien noch etwas geringer ist als in Spanien und Griechenland, aber die italienischen Politiker sind auf gutem Wege, diese Wut anzuheizen.

Europäische Politiker tun auch weiterhin starrköpfig genau das Gegenteil von dem, was sie tun müssten, um die Krise hinter sich lassen zu können. Das ist an sich logisch, denn in diese Richtung sind sie nun einmal direkt nach Ausbruch der Kreditkrise 2008 alle gemeinsam gerannt. Und Politiker geben nun einmal nie zu, dass sie Unrecht hatten. Sie führen den Euro und die Eurozone immer tiefer in den Sumpf.

Die sozialen Unruhen werden darum noch viel heftiger werden. Und sie werden sich bald wie ein Ölteppich Richtung Norden ausbreiten.

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