Eine Explosion der Staatsverschuldung ist unvermeidbar

In dieser Woche hat Griechenland wieder einen Tag still gelegen. Streiks und Krawalle. Die griechischen Bürger begreifen sehr wohl, dass die Regierung in finanziellen Problemen steckt, betrachten es jedoch als unfair, dass sie dafür ihren Kopf hinhalten müssen. Man gibt der Regierung und/oder dem Finanzmarkt die Schuld. Ein typisch westliches Problem. Es ist ohne Zweifel notwendig, dem Übel an den Kragen zu gehen. Dass hierfür Opfer gegeben werden müssen ist ebenso klar; allerdings ist jeder der Überzeugung, ein anderer müsse diese Opfer bringen. Heißt im Klartext: Es scheint unmöglich alle Kräfte zu vereinen, egal wie knifflig die finanzielle Situation auch sein mag.

Es gibt nur eínen wirtschaftlich gerechtfertigten Ausweg…
Wie ich bereits des Öfteren geschrieben habe, ist die Situation in Griechenland kein Einzelfall. Überall in den westlichen Ländern steigt die Staatsverschuldung enorm an. Am Ende zählt nur eins: Egal wie man es anpackt, aber dauerhaft mehr Geld ausgeben als hineinfließt, wird nicht funktionieren. Diese einfache Regel wird zahlreich mir Füßen getreten und es gibt nur einen Ausweg: Rigorose Sparmaßnahmen. Das Problem dieses Auswegs sind die großen wirtschaftlichen Einschnitte, die entstehen werden und sehr viele Bürger hart und direkt treffen werden. Heißt: Politisch inakzeptabel.

Es gibt nur eínen politisch gerechtfertigten Ausweg…
Der westliche Konsument ist sehr misstrauisch (und versuchen Sie ihm einmal zu wiedersprechen) und gibt wenig Geld aus. Außerdem sind die Möglichkeiten für weitere Exportgeschäfte sehr eingeschränkt, denn alle anderen westlichen Länder haben dasselbe Problem und werden nicht noch mehr importieren. Solange der westliche Konsument sein Geld nicht ausgeben will, gibt es nur ein Mittel um die Wirtschaft an zu kurbeln: Staatliche Unterstützung. Genau das Mittel, das zur Herstellung von neuem Geld und steigender Staatsverschuldung führt. All dies sind Dinge, die auf Dauer einen Bumerangeffekt zur Folge haben werden, denn am Ende wird nur noch mehr gespart werden müssen.

Das unvermeidbare Ergebnis ist eine heftige Krise
Zu dem Zeitpunkt, zu dem dann stark eingespart werden muss (wie derzeit bei den Griechen), ist der durchschnittliche Bürger bereits so verärgert und misstrauisch, dass es unmöglich sein wird, alle Menschen von derselben Meinung zu überzeugen. Eine neue Wirtschaftskrise im Westen ist früher oder später unvermeidbar. Und diese Krise wird heftig werden. Schlimm, aber so wird es kommen. Für uns Anleger ist es allerdings wichtig, dies zu realisieren. Nur so können wir darauf Rücksicht nehmen und gut darauf achten, wie die aktuellen Vorzeichen für eine erneute Krise sich entwickeln.

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