Was tun sie, wenn…?

Die Eurozone ist jetzt schon Jahre damit beschäftig, sich wirtschaftlich zu erholen. Die EZB belässt die Zinssätze jetzt schon seit sechs Jahren unter 1%. Und weil diese niedrigen Zinsen allein nicht halfen, werden seit März auch noch satte 60 Milliarden Euro monatlich gedruckt.

Nie zuvor in der Geschichte wurden derart dramatische Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft zu pushen.

Zudem haben wir in der Eurozone seit einem Jahr Rückenwind durch einen sinkenden Euro und sinkende Energiepreise.

Das Ergebnis
Der u.a. Graphik ist zu entnehmen, dass die europäische Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren weiter zugenommen hat.

Vor zwei Wochen gab Eurostat bekannt, dass diese Staatsverschuldung inzwischen noch weiter angestiegen ist. Auf 92,9% des BIP.

Und letzte Woche veröffentlichte Eurostat die Meldung, dass der Umsatz im Detailhandel im Juni im Vergleich zu Mai um 0,6% gesunken ist. Und der deutsche Konsument hat im Juni 2,3% weniger ausgegeben als einen Monat zuvor.

Die entscheidende Frage
Wenn eine Wirtschaftserholung so aussieht, und wenn die Staatsverschuldung während dieser sogenannten Wirtschaftserholung stetig weiter steigt, was passiert dann, wenn die Wirtschaft wieder in einer (unvermeidbaren) Rezession landet?

Wir schnell wird die Staatsverschuldung dann steigen? Und was wird die EZB dann tun? Noch mehr Geld drucken? Noch weitere 60 Milliarden pro Monat obendrauf? Oder zur Sicherheit lieber 120 Milliarden Euro?

Könnte gesellig werden an der Börse. Aber dann wird die Börse der einzige Ort der gesamten Eurozone sein, an dem überhaupt noch Geselligkeit herrscht…

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