Salamitechnik oder Hackebeil

Auf meiner Twitter Seite finden Sie seit letzter Woche unter anderem einen Link zu einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes Italiens, Istat, in der angegeben wird, dass das italienische Haushaltsdefizit in den ersten drei Monaten 2012 auf 8% des BIP gestiegen ist.

Es flossen im ersten Quartal 155 Milliarden Euro Steuereinnahmen hinein, und die italienische Regierung gab satte 185 Milliarden Euro aus. Wir befinden uns nunmehr seit vier Jahren in dieser Krise und die italienische Regierung schafft es immer noch, fast 20% mehr Geld auszugeben als sie einnimmt.

Wie macht sie das nur?

Indem sie, genau wie die übrigen westlichen Länder, exakt das Gegenteil von dem tut, was man in einer solchen Situation tun müsste. Sie erhöhen Steuertarife und sparen hier und da ein wenig mit der bekannten Salamitechnik. Und nach vier Jahren haben Sie immer noch nicht begriffen, dass die Wirkung kontraproduktiv ist!

Was müsste man in einer solchen Situation denn tun? Ganz einfach. Den Regierungsausgaben nicht scheibchenweise mit der Salamitechnik zu Leibe rücken, sondern mit einem großen Hackebeil. Alle Zusammenhänge, die die Wörter Zuschuss, Absatz, Subvention etc. enthalten ganz einfach streichen (Sie müssten mal sehen, wie viele Zuschläge und Subventionen in den Taschen großer multinational Unternehmen landen!).

Alle unnötigen Regeln, die Unternehmern und Unternehmen unnötigen bürokratischen Ballast besorgen, rigoros streichen. Und mindestens die Hälfte aller Beamten in den Bürogebäuden, direkt nach Hause schicken. Dann würde man merken, wie schnell die Regierungsausgaben sinken!

Gleichzeitig die Steuern nicht erhöhen, sondern senken. Und dabei dann insbesondere die Vielzahl Steuerarten! So würde das Leben ein Stück einfacher werden, und so bliebe von den höheren Einkommen und niedrigeren Einkommen, für Arbeitnehmer und kleine Unternehmer mehr Geld übrig. Gleichzeitig müssten die Lohnkosten für Unternehmen nicht angehoben werden.

Und was die Banken angeht: Nur Garantien für Erspartes bei Banken, die mit diesem Geld nicht ins Casino gehen, sondern das von Bürgern angelegte Geld auf altmodische Weise Unternehmen und Bürgern leihen, die in ihre Zukunft investieren möchten.

Das ist in meinen Augen der einzige Weg zu finanzieller Stabilität und einer starken Konkurrenzposition. Ob Sie mir zustimmen oder nicht, spielt jetzt mal eben keine Rolle. Was ich oben schreibe wird nämlich vorläufig noch nicht passieren.

Politiker werden weiterhin Steuern erhöhen und mit der Salamitechnik sparen. Und sobald sie infolge ihrer eigenen Politik keinen Ausweg mehr sehen, tritt die Zentralbank in Aktion und druckt Geld in großen Mengen.

Staatsschulden steigen trotz „Sparmaßnahmen“ weiterhin. Haushaltsdefizite werden immer höher. Banken geraten immer tiefer in Schwierigkeiten. Zentralbanken drucken immer mehr Geld. Meiner absoluten Überzeugung nach, gibt es daher nur eine verantwortungsvolle Art und Weise Erspartes anzulegen: Gold und Silber.

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Frei importieren und exportieren

Free trade, stable money, low taxes. Freier Handel, eine stabile Währung und niedrige Steuern. Das ist das einzige Mittel für eine strukturell gesunde Wirtschaft.

Eine stabile Währung funktioniert nur, wenn die Länder ihre Währungen direkt mit Gold verbinden. Durch den Druck riesiger Geldmengen und der gegenwärtigen Angst vor einer starken Währung Seitens der Politiker, können wir behaupten, dass der Wert unseres Geldes noch nie zuvor in der Geschichte so instabil war wie derzeit.

Freier Handel bedeutet, dass Firmen ihre Produkte frei importieren und exportieren können. Davon kann aktuell gar keine Rede sein. In den USA wird gerade sogar ein Gesetzesentwurf besprochen, durch den zusätzlicher Importzoll aus Ländern eingetrieben werden soll, die nach Meinung der Amerikaner eine zu günstige Währung haben. China also.

Und von niedrigen Steuern kann überhaupt keine Rede mehr sein. Wir hören von EU-Politikern sogar immer häufiger, dass sie Steuern erhöhen werden, um die Staatskassen zu füllen. Paradox ist allerdings, dass ein Land, das mehr Steuern einfahren möchte, die Steuertarife eher herabsenken muss. Eine Erhöhung würde bedeuten, dass Menschen und Unternehmen nach anderen Lösungen suchen. Eine Herabsenkung hat den umgekehrten Effekt: Ein Land wird für Menschen und Firmen sogar lukrativ.

Am Wochenende habe ich gelesen, dass die USA 1921 einen Höchststeuersatz von 73% handhabten (eine Folge von WW1). Amerikaner mit einem Einkommen über 100.000$ zahlten 28% aller Steuern. In den Jahren danach wurde der Tarif in Etappen bis auf 25% im Jahr 1926 herabgestuft. Dieselbe Gruppe reicher Amerikaner zahlte dann 51% aller Steuern. Die starke Steuersenkung hat damals dazu geführt, dass der Staat an den reichen Amerikanern nur noch mehr verdiente.

Wenn Sie herausfinden möchten, in welche Richtung sich die Welt entwickelt, beurteilen Sie dann in wie weit wir uns Richtung freier Handel, stabile Währung und niedrige Steuern entwickeln. Wir sind der Meinung, dass wir uns in genau die falsche Richtung entwickeln. Und das insbesondere im Hinblick auf den Wert unseres Geldes. Genau darum ist es so wichtig, sich mit eigenem Gold und Silber zu schützen.

 

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