Runde 2 hat begonnen!

Ich möchte Ihnen einmal zwei Graphiken zeigen. Zuerst die des EUR/USD Kurses.

Denn nachdem der Euro eine Weile gesunken ist, erholte er sich ab Mitte April im Verhältnis zum Dollar. Das ist normal, denn es gibt nichts, was sich geradlinig hinauf oder hinab entwickelt.

Letzte Woche wurde dieser Erholung allerdings die Kehle zugeschnürt. EUR/USD sank in rasantem Tempo von 1,15 auf 1,09.

Zuerst die Meldung, dass die EZB schneller Geld drucken wird. Dann die Rede Yellens, in der sie sagte, dass sich schon vorhabe die Zinsen anzuheben. Obendrauf dann noch Neuigkeiten aus Griechenland und man kann ganz sicher sein, dass der Euro reif ist für einen weiteren Rückgang.

Unterschiedliche Politik der Zentralbanken
Dass für das kommende Jahr ein weiter sinkender Euro erwartet werden darf, liegt insbesondere an der unterschiedlichen Politik der Zentralbanken.

In der Eurozone belässt Draghi die Zinsen bei 0% und die EZB druckt jeden Monat 60 Milliarden Euro. Und selbst das hat sich als unzureichend erwiesen, um den Anleihezins unter Kontrolle zu halten.

Es wird also noch sehr lange dauern, bis die EZB auch nur ansatzwese darüber nachdenkt, die Zinsen anzuheben. Yellen hingegen hat das in den USA tatsächlich vor.

Infolgedessen ist der Dollar attraktiver als der Euro. Und der EUR/USD Kurs ist dadurch reif für einen weiteren Rückgang.

Der richtige Währungskrieg spielt sich in Asien ab
Der EUR/USD Kurs ist allerdings nicht der wichtigste Kurs, den man im Auge behalten sollte. Denn der richtige Währungskrieg spielt sich in Asien ab.

Das fühlt sich vielleicht weit weg an, aber wie ich letzten Monat bereits in diesem Artikel schrieb, könnte das für Europa (und vor allem für Deutschland) böse Folgen haben.

In diesem Artikel schrieb ich auch, dass wir den USD/JPY Kurs im Auge behaltenmüssen. Denn wenn er die 122 passiert, könnte es auch schnell in Richtung 145 gehen. Bzw. der Yen könnte sehr schnell wieder 15-20% sinken.

Genau das wollen Abe und Kuroda natürlich gerne, denn das macht Japan am Weltmarkt günstiger. Das unterstützt den japanischen Export und hilft dabei, Japans Inflation Richtung 2% zu drücken.

Durchbruch seit Dienstag Fakt
Schauen Sie sich einmal in u.a. Graphik an, was diese Woche passierte. Der USD/JPY stieg letzten Dienstag über 122 und schloss bei gut 123. Brrrr!

USD/JPY ist jetzt reif für einen weiteren Anstieg Richtung 145. Man könnte auch sagen, der Yen ist jetzt schon kurzfristig reif für einen weiteren Rückgang von guten 15%. (Langfristig wird der Yen noch viel weiter sinken.)

Yen sinkt weiter – Währungskrieg wird immer heftiger
In den kommenden Wochen/Monaten sinkt der Yen unserer Überzeugung nach weiter. Andere asiatische Länder werden zügig ihre Zinsen senken und vielleicht sogar mehr Geld drucken.

Sie wollen so den Wert ihrer eigenen Währung gemeinsam mit dem Yen herabstufen. Das soll ihren eignen Export schützen.

Dadurch wird der Dollar stark weiter steigen. Und die Probleme rund um die 9.000 Milliarden Dollar Schulden außerhalb der USA werden noch eklatanter und der Dollar steigt noch kräftiger weiter.

Runde 2 ist angebrochen!
Die zweite Runde des Dollar Bullenmarkts und Währungskriegs wurde am Dienstag eingeläutet. Mit unserem Report „Der Dollar steigt!“ sind wir bereit dafür.

Unsere Abonnenten haben schon großartige Gewinn eingefahren. Das ist aber erst der Anfang!

Auch profitieren?
Bestellen Sie hier den Report „Der Dollar steigt!“.

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen

Wenn Deutschland dann die falsche Entscheidung trifft…

Letzten Montag habe ich Ihnen in diesem Artikel mitgeteilt, dass Deutschland sich als eines der größten Opfer des aktuellen Währungskriegs entpuppen könnte.

Deutschland produziert viele ähnliche Waren wie Japan und Südkorea. Die Wirtschaft dieser Länder gilt demnach als wichtige Konkurrenz für deutsche Exportunternehmen.

Talfahrt
Alle Währungen erleben gerade eine Talfahrt. Der japanische Yen wird dort unten allerdings mit großem Vorsprung als Erster ankommen. Und darum wird der Euro im Verhältnis zum Yen, koreanischen Won und so gut wie allen anderen asiatischen Währungen teurer.

Die gesamte Eurozone wird dadurch in Schwierigkeiten geraten, Deutschland jedoch am allermeisten. Der deutsche Export wird den im Verhältnis teuren Euro stark zu spüren bekommen.

Die deutsche Wirtschaft wird in eine Rezession geraten und das deutsche Haushaltsdefizit wird dann über die europäische Norm von 3% hinaussteigen.

Was wird Deutschland dann tun?
Deutschland hat andere Euroländer in den vergangenen Jahren dazu verpflichtet, sich an die europäische Norm von 3% zu halten. Daraufhin erlebten wir in der Eurozone eine Politik, die der Salamitechnik und Steuererhöhungen entsprach.

Die entscheidende Frage lautet daher, wie Deutschland reagieren wird, wenn sein Haushaltsdefizit bald über 3% liegen wird. Reformen oder investieren? Oder Salamitechnik und Steuern anheben?

Riesige Negativspirale
Sehr wahrscheinlich ist, dass die deutsche Regierung sich moralisch verpflichtet fühlt, das gleiche zu tun, was das Land anderen Euroländern in den vergangenen Jahren auferlegt hat. Gesamter Fokus auf diese 3%. Salamitechnik und Steuererhöhungen.

Und genau das, verehrter Leser, wäre ein dramatischer Fehler. Wenn das getan wird, um das Haushaltsdefizit unter 3% zu bekommen, wird die gesamte Eurozone in einer Negativspirale landen, die wir bis dato noch nicht erlebt haben.

Der erste gefährliche Aspekt
Der erste Aspekt auf den geachtet werden muss, ist der USDJPY-Kurs. Wenn der USDJPY-Kurs (notiert jetzt bei 1,198) über 1,22 steigt. Denn das könnte der Auslöser für eine Yen-Verkaufswelle sein, bzw. für einen schnellen, starken Rückgang des Yen.

Fortsetzung folgt!

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen