Tweet der Woche – Für oder gegen Europa?

Für unsere Rubrik Tweet der Woche wähle ich den in meinen Augen wichtigsten Tweet aus, den ich in den Tagen zuvor auf meinem Twitter-Account veröffentlichte und bespreche diesen mit Ihnen.

Vor einigen Tagen sah ich diesen Tweet. Der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis erklärte in einem BBC-Interview, dass der Euro langfristig unmöglich überleben kann.

An dem Tweet sehen Sie gleich, dass ich ihm vollständig zustimme.

Das ist keine politische Meinung. Es ist eine Erwartung. Es steht für mich einfach zu 100% fest, dass der Euro langfristig nicht haltbar ist.

Politische Meinung
Viele Menschen haben eine politische Meinung zum Euro. Aber während sich die Befürworter oft zurückhalten, sind es vor allem die Gegner, die ihre Meinung am meisten und deutlichsten ausdrücken.

Das ist verrückt.

Denn faktisch kann sich jeder, der gegen den Euro und die EU ist, bequem zurücklehnen. Zusehen, wie der Euro Schritt für Schritt seinem eigenen Untergang entgegengeht.

Während jeder, der für den Euro ist, gerade jetzt seine Stimme hören lassen müsste.

Wenn Sie für den Euro sind, dann müssen Sie jetzt gegen die Art und Weise protestieren, mit der die EZB und die EU-Politik dem Euro (und damit der gesamten europäischen Union) langsam aber sicher den Hals umdreht.

Brexit Hoch 4
Gleichzeitig scheint es mir, dass nur sehr wenige Menschen begreifen, was passiert wenn (während der nächsten Rezession/Krise) ein Land wie zum Beispiel Italien beschließt, auszusteigen.

Dann bekommen wir nicht Brexit im Quadrat, sondern Brexit Hoch 4.

Doppelt klug
Für die Bürger in den meisten Ländern gilt, dass es klug ist, physisches Gold zu kaufen, um sich gegen den Kaufkraftverlust zu schützen.

Für die Bürger in der Eurozone gilt dasselbe. Darüber hinaus zählt aber auch, dass der Schutz vor dem Auseinanderbrechen des Euros kein übertriebener Luxus ist.

Genau darum ist doppelt klug, Erspartes in physisches Gold und/oder Silber anzulegen. Ich kaufe mein Gold und Silber bei diesen Anbietern.

 

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Der Fall des Euro ist eingeläutet

Neue Kredite für ein Land, das schon seit Jahren pleite ist, ist die reine Geldverschwendung. Und für Griechenland bedeutet die erzielte Einigung zudem noch viel mehr soziales Leid im eigenen Land.

Denn die Maßnahmen, die Griechenland ergreifen muss, sind wirtschaftlich mindestens genauso kontraproduktiv wie die Maßnahmen, die den Griechen schon letztes Jahr aufgezwungen wurden.

Bald werden wir also wieder genau das gleiche Hickhack erleben, wie in den vergangenen Monaten. Nur dass es dann um noch höhere griechische Schulden geht.

Besitztümer werden verscherbelt
Das traurigste an diesem Deal ist jedoch der 50 Milliarden Euro Privatisierungsfonds. Er wird dazu führen, dass Griechenland seine Besitztümer verscherbeln wird, um seine Kreditgeber bezahlen zu können. Danach wir das Land aber nach wie vor ein bankrottes Land sein.

Griechenland wird dann also ein bankrottes Land sein und seine wichtige Infrastruktur wird großen Multinationals gehören, die sie zu einem Billigpreis aufgekauft haben.

Interview Varoufakis
Als alleiniger moralischer Gewinner der vergangenen Monate hat sich Yanis Varoufakis herausgestellt. Er blieb seiner Linie treu, musste jedoch abtreten als sich herausstellte, dass Tsipras zu große Angst vor den Folgen eines möglichen griechischen Euroaustritts hatte.

In diesem Artikel habe ich Ihnen einen direkten Link zu den Vorschlägen gegeben, die Varoufakis im Juni während eines Euromeetings machte. Größtenteils völlig logische Vorschläge, die jedoch direkt vom Tisch gefegt wurden.

Kein Interesse an wirtschaftlichen Argumenten
Am Montag habe ich dieses Interview mit Varoufakis gelesen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, es zu lesen. Ganz besonders schockierend ist meiner Ansicht nach der Teil, in dem Varoufakis sagt, dass seine europäischen Kollegen absolut kein Interesse daran hatten, die Folgen wirtschaftlicher Maßnahmen inhaltlich zu besprechen.

„You put forward an (economic) argument that you’ve really worked on, to make sure it’s logically coherent, and you’re just faced with blank stares.“

„You might as well have sung the Swedish national anthem – you’d have got the same reply.”

Ein Haufen Idioten
Das, verehrter Leser, sagt schon alles. Die Eurozone wird von einem Haufen Idioten geführt, der Machtspiele für wichtiger hält, als wirkliche Lösungen zu finden, um ein bankrottes Land wieder auf die Beine zu helfen.

Merkel und Schäuble haben letztes Wochenende insbesondere das Vertrauen der Südeuropäer definitiv verspielt. Es könnte noch eine Weile dauern, aber meiner Meinung nach wurde der Fall des Euro in den vergangenen Wochen definitiv eingeläutet.

Wer bezahlt die griechische Rechnung?
Zuerst einmal der einfache Grieche. Denn er wird keinerlei Profit haben, von den gut 80 Milliarden Euro, die von Griechenland aus direkt an Griechenlands Kreditgeber fließen.

Aber das ganze Geld, das Griechenland geliehen wird (und schon wurde), wird natürlich nicht zurückkommen. Das geht letztendlich auf Kosten des braven Sparers, der nicht erkennt, welchen enormen Risiken er mit seinem Sparkonto ausgesetzt ist.

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