Geld drucken für die Bevölkerung

Ich möchte noch kurz auf meine Prognose vom vergangenen Montag zurückkommen.

Vor drei Wochen habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben, dass die Börsen jetzt absolut nicht mehr auf das nette Geschwätz der Zentralbanker reagieren. Jetzt geht es um die Wurst. Der Markt reagiert jetzt einzig und allein auf Taten. Wir müssen also abwarten, was die Zentralbanker jetzt tatsächlich unternehmen werden.

Und der Druck nimmt stetig zu. Denn Banken, Versicherungsgesellschaften, Rentenfonds und große Vermögensverwalter macht die aktuelle Lage an den Finanzmärkten keinen Spaß.

QE for the people
Ich habe Ihnen am Montag vom Vorschlag der Citigroup berichtet, eine neue Runde des Gelddruckens einzuläuten. QE. Zur Finanzierung von Steuersenkungen und/oder der Investition in die Infrastruktur soll Geld gedruckt werden.

Am Dienstag haben ich gelesen, dass der britische, sehr linke Parteiführer der Labor Party Jeremy Corbyn diesen Punkt sogar in seinem Wahlprogramm nennt. Bis dato gab es QE for the banks, von dem insbesondere die Banken und die reichsten 1% profitierten. Jetzt ist es Zeit für QE for the people, so Corbyn.

Das Besondere ist, dass Englands und Europas angesehenster (und nicht unbedingt linker) Finanzjournalist Ambrose Evans-Pritchard auch absolut dieser Meinung ist.

Es gibt da also eine amerikanische Großbank, einen sehr linken britischen Politiker und einen allseits angesehenen britischen Journalisten, die allesamt dasselbe sagen. Innerhalb einer Woche.

Notfalls sofort auf die Konten der Bevölkerung buchen
Der o.g. Kopf der Evans-Pritchard’s Column sagt exakt dasselbe wie ich Ihnen am vergangenen Montag. Um jetzt Wirtschaftswachstum und eine höhere Inflation zu bewirken, gibt es keine Alternativen.

Er zitiert sogar einen britischen Vermögensverwalter, der der Meinung ist, dass Zentralbanken das gedruckte Geld notfalls einfach direkt auf die Konten der Bürger überweisen müssen.

Dow Jones auf 100.000
In den vergangenen Tagen hat sich meine Meinung nur noch weiter erhärtet. Vor allem weil mir jetzt bewusst wird, dass QE for the people auch für Politiker eine sehr attraktive Botschaft an potenzielle Wähler ist.

Ich wiederhole meine Prognose: Dow Jones Index auf 100.000.

 


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Brillantes Marketing

In dieser Woche war die Krise der DSB Bank in den Niederlanden ein großes Thema. Diese Bank ist großartig im Verkauf von Krediten an Menschen, die im Grunde keinen Kredit aufnehmen sollten. DSB verkauft(e) zu diesen Krediten, oftmals unnötig, Kapitalversicherungen (mit einmaliger Beitragseinzahlung), die mit einer hohen Gewinnspanne einhergehen. Das diese ‚Geschäfte‘ nicht nur in den Niederlanden stattfinden dürfte klar sein…

Die Presse stürzte sich diese Woche auf die DSB Bank und nach einer Äußerung eines Interessenvertreters in einer Frühstückssendung, bekam man es bei der DSB (zu Recht) mit der Angst zu tun. Man befürchtete, dass zu viele Menschen ihr Geld nicht länger dort belassen wollen würden. Gestern um 12Uhr stürzte plötzlich die Website durch `unbekannte Hacker´ ab, die die Website `bombardierten´. Brillante Strategie von brillanten Marketingleuten. Allerdings ist das, was `der Direktor und seine Kumpel´ da tun nicht so gut für die finanzielle Gesundheit von vielen weniger intelligenten Menschen und schlussendlich auch nicht für die niederländische Ökonomie.

Wie Sie als Konsument Ihre Bank am besten nutzen
Als Konsument sollte man nie auf Banken angewiesen sein. Auf keine einzige. Darum im Folgenden ein Gratistipp, wie Sie Ihre Bank am besten nutzen können:

Führen sie bei Ihrer Bank lediglich ein normales Konto, ein gewöhnliches Sparbuch, gegebenenfalls eine Kreditkarte, wenn Sie sicher sind, dass Sie das Saldo jeden Monat vollständig löschen und eventuell eine völlig einfache Ratenhypothek (ohne Kapitalversicherungen und andere Versicherungen!). So kommen Sie am günstigsten davon und Ihre Bank verdient kaum etwas an Ihnen. Sogar die clevere DSB Bank nicht.

Sagen Sie „nein“ zu `zwei-in-eins´
Benötigen Sie andere finanzielle Produkte oder Finanzdienstleistungen? Prüfen Sie dann pro Produkt kritisch, welcher Produktanbieter für Sie der beste ist. Und sagen Sie immer „nein“, wenn jemand Ihnen eine Kombination von zwei oder drei Produkten (z.B. Kredit + Versicherung) anbietet. Damit verdienen Banken und Versicherungsgesellschaften nämlich am meisten und Sie verlieren so am meisten.

 

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