Drei Möglichkeiten

Die u.a. Graphik habe ich Ihnen schon häufiger gezeigt. Meiner Meinung nach, die abscheulichste, beängstigendste Graphik, die es gibt.

Es wird für eine Rekordsumme mit geliehenem Geld bzw. auf Margin investiert. Die letzten beiden Male, als Margin-Investitionen stark zunahmen (2000 und 2007), ergaben sich anschließend enorme Börsenrückgänge. Und die Wirtschaft glitt in eine Rezession.

Spaziergang
Die letzten beiden Male waren allerdings Spaziergänge, verglichen mit dem, was Anleger jetzt gerade anstellen.

Derzeit wird eine erschreckend hohe Summe auf Margin investiert.

Die Konsequenz massenhafter Margin-Investitionen
Wenn man auf Margin investiert und die Kurse sinken, steigen die Verluste doppelt so schnell. Dadurch kann man von der Bank/dem Broker mit dem Ziel einer Schuldentilgung dazu gezwungen werden, seine Aktien zu verkaufen.

Wenn das bei vielen Anlegern zur gleichen Zeit passiert, sinken die Kurse noch schneller. Dadurch geraten dann noch mehr Margin-Anleger in Schwierigkeiten. Und dann sinken die Kurse noch schneller.

Anleger investieren (wie derzeit) massenhaft auf Margin, wenn sie der Meinung sind, dass ihnen nichts passieren kann. Wie 2000 und 2008 erlebt, geht das anschließend komplett in die Hose.

Unverantwortliche Risiken genau zum falschen Zeitpunkt
Große Gruppen von (professionellen und privaten) Anlegern gehen short in VIX-Futures, schreiben blind Index-Puts, investieren auf Margin und/oder investieren massenhaft in Index-ETFs.

Exakt zu einem Zeitpunkt, in dem die amerikanische Wirtschaft reif ist für eine Rezession und genau in dem Moment, in dem die Fed die Zinsen erhöht.

Dieses unverantwortliche Verhalten großer Anlegergruppen führt dazu, dass der nächste Börsenrückgang beispiellos kräftig ausfallen wird. Also einen enormen Schaden anrichten wird.

Als Anleger haben Sie drei Möglichkeiten:

  • Davon ausgehen, dass alles gut wird
    Wenn das Ihre Haltung ist, wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
  • Maximal vom nächsten Börsenrückgang profitieren
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Sie können sich also zwischen nichts tun, Portfolio absichern oder maximal profitieren entscheiden. Ich hoffe vor allem, Sie treffen eine bewusste Entscheidung.

 

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Der wahnsinnig mutige Paul Volcker (1)

Ich möchte gemeinsam mit Ihnen noch einmal auf diesen Artikel von vor zwei Wochen zurückkommen. Und dabei möchte ich Ihre Aufmerksamkeit im Besonderen auf die Graphik lenken, die die Entwicklung des Goldpreises von 1968 bis 2014 wiedergibt. Hier noch einmal diese Graphik:

Schauen Sie sich zuerst kurz das kleine Tief zwischen den Jahren 1970 und 1980 an. Das wirkt in dieser Grafik wie ein sehr kleines Tief. Der Goldpreis sank zwischen 1974 und 1976 prozentual allerdings kräftiger als wir es seit September 2011 erlebt haben.

Diese Korrektur ist vergleichbar mit der Korrektur der vergangenen Jahre. Denn sie fand in einer Phase des Gelddruckens und viel zu niedriger Zinsen statt. In einer Phase, in der man nach Abzug der Inflation mit seinem Sparkonto Verlust verbuchte. Genau wie aktuell der Fall. Zentralbanken taten nichts, um Inflation einzudämmen.

Warum der Goldpreis ab 1980 sank
Wichtiger ist jedoch, sich die Zeit ab 1980 anzusehen. Der Goldpreis sank stark und im Anschluss tat sich 20 Jahre nichts mehr. Und dafür gab es einen guten Grund.

Denn der damalige Fed-Vorsitzende Paul Volcker entschied nach seinem Amtsantritt 1979, dass zuerst die damals schnell ansteigende Inflation unter Kontrolle gebracht werden musste. Die Geldpressen standen still und die Zinsen wurden stark angezogen. Auf der Graphik unten sehen wir, dass Volcker die Zinsen sogar Richtung 20% anhob!

Volcker stürzte die Wirtschaft bewusst in eine Rezession
Das scheint jetzt nichts weiter als eine interessante historische Zahl zu sein. Es sollte ja im Grunde auch logisch sein, dass Volcker Inflation bestreitet. Was wir jedoch nicht realisieren ist das, was der gute Mann persönlich in den Jahren 1980-1982 durchmachen musste.

Durch seine Maßnahmen stieg der Dollar wieder, Exporteure gerieten plötzlich in Schwierigkeiten und infolge des horrenden Zinses war es unmöglich, Geld aufzunehmen. Die Wirtschaft geriet in eine Rezession, Menschen verloren ihre Jobs. Weltuntergangsstimmung.

Verteufelt
Volcker wurde in der Presse aus allen Richtungen angegriffen. Es gab sogar Proteste auf den Stufen des Fed-Gebäudes, wo Leute Poster verbrannten auf denen Volcker zu sehen war. Die gesamte Rezession hatte in den Augen von Presse und Öffentlichkeit nur eine Person zu verschulden: Volcker.

Volckers Maßnahmen waren so schmerzhaft, weil er eine zuvor zehn Jahre andauernde verheerende wirtschaftliche und monetäre Politik geraderücken musste. Wäre er 1975 angetreten, wäre alles viel weniger schlimm gewesen und der Goldpreis wäre Ende der 70er Jahre auch niemals Richtung 800$ gestiegen.

Erst ab 1983 wurde klar, wie wertvoll Volckers Anti-Inflationspolitik war. Und die Welt sah sich am Beginn einer langen Periode wirtschaftlichen Wohlstands.

Nächste Woche Teil zwei dieses Artikels, in dem wir einige treffende Vergleiche zwischen 2014 und 1980 anstellen.

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