Der Weg aus der Wirtschaftsmisere

Wenn wir Politikern und Bankiers Glauben schenken müssen, gibt es nur wenige Wege, die uns aus der wirtschaftlichen Misere führen. Der wichtigste ist „Hilfe“, bei der die Regierung (Politiker) mit viel nicht vorhandenem Geld die Wirtschaft unterstützt. Ob das am Ende wirklich „Hilfe“ war, bleibt offen. Im Grunde ist es wie ein Fieber mit chemischem Müll unterdrücken…letztendlich bleibt man krank UND man hat im Körper noch zusätzliche Schadstoffe bekommen. Sprich: Das Problem bleibt und in der Zwischenzeit schwellen die Probleme nur weiter an. Das Kapital für das Zinsen gezahlt werden muss, nimmt immer weiter zu.
Die andere politische „Hilfe“ sind Kürzungen und Sparmaßnahmen auf allen Gebieten. Außer natürlich in den Bereichen, die Beamte und Politiker direkt betreffen. Beinahe nirgendwo ist zu lesen, wie man aus der Wirtschaftskrise kommt indem man sich auf die (neue) Lage einstellt, indem man effizienter produziert und indem man mehr Gewinn durch mehr Umsatz macht. Einfach ausgedrückt: härter und länger arbeiten.

Wachstum und Anstrengung zählen nicht mehr
Es scheint beinahe so, als wäre die Wachstums- und Anstrengungsoption völlig von der Bildfläche verschwunden. Frankreich wirft Deutschland sogar vor, in den vergangenen Jahren zu viel gearbeitet zu haben und dadurch nun einen „unfairen“ Vorteil zu haben. Frankreich hingegen hat seinen Arbeitnehmern das gleiche Gehalt für eine 32 Stunden Woche gezahlt. Frankreich äußert seine Kritik öffentlich. Die PIGS Länder dürften im Grunde nicht mal an diese Kritik denken, geschweige denn aussprechen.  

Diese Länder haben in den letzten Jahren stark von den niedrigen Zinsen, die Deutschland ihnen auf EU Kredite großzügig gewährt hat profitiert. Deutschland, das als Anke der EU galt und gilt. Den PIGS Ländern wurde seit 2002 viel günstiges Kapital zur Verfügung gestellt und dennoch haben sie ihre Schulden kräftig ansteigen lassen. Im Gegenteil zu Deutschland war deren Produktionsapparat jedoch nicht lean and mean. Viel des geliehenen Geldes ging für „schöne Dinge“ drauf. Deutschland hat währenddessen seit 2002 seine Ausgaben gemäßigt.
Deutschland geht es also relativ gut, darf anderen Ländern, die dem günstigen Geld zum Opfer gefallen sind laut der europäischen Vorschriften jedoch nicht helfen.

Wie wir aus dieser Misere herauskommen ist ganz einfach…
Die PIGS Länder (aber auch wir) werden wieder konkurrieren müssen. Das heißt 42 Stunden arbeiten für einen 35 Stunden Lohn. Außerdem müssen Schulden abgezahlt werden und ganz richtig…es müssen auch bei nicht produzierenden Berufen, wie Beamten- und Politikerberufen Kürzungen hingenommen werden.

Es gibt keinen anderen Weg, als sich Wohlstand mit harter Arbeit zu verdienen. Wenn diese Länder (und wir) das nicht wollen, kann auch ich keinen einzigen Grund erkennen, warum Deutschland den PIGS Ländern zu Hilfe eilen sollte.

 

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