Warum alle eine günstigere Währung wollen

In diesem Artikel vom vergangenen Montag habe ich Ihnen mitgeteilt, dass der Dollar unter anderem steigt, weil die Zentralbanken weltweit Geld drucken und/oder Zinsen herabsenken.

Im noch so jungen Jahr 2015 stuften bereits ganze neun Zentralbanken ihre Zinsen herab!

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen wollen die Länder Wirtschaftswachstum schaffen, indem sie ihre Währung günstiger machen und dadurch ihren Export vorantreiben. Das geht allerdings immer auf Kosten anderer Länder.

Daraufhin reagieren andere Länder dann mit Zinssenkungen, weil sie nicht wollen, dass ihre Währung und damit ihr Export teurer werden.

Weiter steigende Schulden
Der zweite Grund ist der u.a. Abbildung zu entnehmen, die ich letzte Woche in der Financial Times gesehen habe.

Wenn sich (wie 2008) herausstellt, dass die westlichen Länder in einer Schuldenkrise gelandet sind, ist es logisch, dass diese Schulden in den darauffolgenden Jahren abgebaut werden. Aber Politiker und Zentralbanker denken darüber augenscheinlich anders.

Gesamtschuld stark gestiegen
Die Gesamtschuld (Haushalte, Unternehmen und Staat) als prozentualer Anteil des BIP ist in Deutschland um 8% gestiegen, aber in den anderen hier aufgeführten Euroländern zwischen 55 und ganzen 172%.

Die Antwort auf eine Krise, die auf zu hohen Schulden beruht: mehr Schulden machen.

Zwei Lösungen
Die einzige Lösung (neben Pleite gehen), die den Ländern zur Verfügung steht, um die Schuldenlast herabzusenken, ist Inflation. Und um Inflation zu schaffen, kann man zwei Dinge tun: Zinsen herabstufen und Geld drucken.

Darum darf man davon ausgehen, dass Zentralbanken weltweit alles daran setzen, den Wert ihrer Währungen zu verringern und/oder Inflation zu schaffen. Alles.

Dollar wird stark weitersteigen
Und weil die Federal Reserve vorläufig noch nichts unternehmen wird und nach Meinung vieler Analysten die Zinsen sogar anheben wird, wird der Dollar stark weitersteigen. Mit den denkbar schlimmsten Konsequenzen…

 

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Wahrnehmung und Realitaet liegen meilenweit auseinander

In diesem Artikel habe ich Ihnen letzten Freitag mitgeteilt, dass die Eurozone infolge niedriger Inflation gezwungen wird, Geld zu drucken.

Und ich habe Ihnen mitgeteilt, dass der Dollar unter anderem so stark ist, weil die amerikanische Wirtschaft am besten läuft, und alle deshalb auf eine Zinsanhebung setzen.

Wahrnehmung. Realität.

Die enorme Gefahr einer Deflation in der Eurozone
Wo man auch hinschaut, Zeitung oder Fernsehen, überall wird uns eingebläut, Deflation sei schlecht, weil Konsumenten dann nicht kaufen würden. Und dass Draghi Geld drucken müsse, um diese enorme Gefahr einzudämmen.

Hier nun eine Tabelle, dich ich von der Eurostat Website kopiert habe:

Aktuell herrscht eine Deflation von 0,2%. Vor allem, weil die Energiepreise um 6,3% gesunken sind, und weil „unprocessed food“ (Gemüse, Obst, Fleisch etc.) 1% günstiger wurde.

Kennen Sie jemanden, der weniger tankt?
Kennen Sie auch nur eine Person, die weniger Benzin tankt, weil die Spritpreise gerade so günstig sind? Oder jemanden, der weniger Gemüse und Obst kauft, weil er einen weiteren Rückgang der Preise erwartet? Ich kenne niemanden!

Dennoch geht die gesamt Finanzwelt davon aus, dass die EZB am 22. Januar verkünden wird, dass sie Geld drucken wird. Auch weil Draghi himself vorletzte Woche bereits äußerte, dass es seiner Meinung nach nötig sei.

Die Realität sieht so aus, dass die EZB Geld drucken wird, obwohl es absolut unnötig ist.

Denn der Rückgang der Kraftstoffpreise ist für die Eurozone einzig und allein vorteilhaft. Und jeder, der sich die Mühe macht, sich auch nur einigermaßen in den Ölmarkt zu vertiefen, weiß, dass Kraftstoffpreise im nächsten Jahr wieder stark steigen werden.

Die amerikanische Wirtschaft
Wir haben in letzter Zeit nur noch positive Meldungen zur amerikanischen Wirtschaft gehört. Die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um satte 5%.

Die Wahrnehmung geht im Allgemeinen dahin, dass es der amerikanischen Wirtschaft sehr gut geht. Schauen wir uns einmal die harten Zahlen an. Die Realität.

Im dritten Quartal 2014 lag das amerikanische BIP nominal 728 Milliarden Dollar höher als ein Jahr zuvor. Dieses Wirtschaftswachstum wurde jedoch erzielt, weil Regierung, Unternehmen und Bürger gemeinsam ganze 2.045 Milliarden Dollar mehr Schulden machten.

2.045 Milliarden Dollar zusätzliche Schulden machen, um damit lediglich 728 Milliarden Dollar Wirtschaftswachstum zu schaffen. Das klingt sehr ungesund!

Es geht immer um die Wahrnehmung
Die EZB wird aufgrund einer aktuellen Wahrnehmung Geld drucken, die da wäre, dass Deflation eine Gefahr darstelle. Das Ergebnis wird ein immer schwächer werdender Euro sein.

Und die Fed wird die Zinsen aufgrund der Wahrnehmung anheben, dass es der amerikanischen Wirtschaft ja so gut gehe. Mit dem Ergebnis eines steigenden Dollars.

Die Realität sieht so aus, dass die Eurozone ein Deflationsproblem hat. Und dass die amerikanische Wirtschaft viel schwächer ist als weitgehend angenommen wird.

Realität wird in ungefähr einem Jahr durchdringen
Das wird aber vermutlich erst irgendwann Ende 2015, Anfang 2016 passieren. Erst nachdem der stark steigende Dollar eine Spur der Verwüstung hinter sich gelassen hat…

 

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Steigender Dollar wird große Auswirkungen haben

Ich habe schon kurz vor Weihnachten in diesem Artikel über dieses Thema berichtet: Der Dollar verzeichnet geraden einen beispiellosen Anstieg. Und das hat große Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Schauen wir uns einmal in dieser Graphik an, wie stark der Rückgang des Euro in letzter Zeit im Vergleich zum Dollar war.

Warum begann der Dollar zu steigen?
Der Dollar hat zu einem Anstieg angesetzt, weil die Geldpolitik der unterschiedlichen großen Zentralbanken seit dem Sommer 2014 nicht länger wesensgleich ist.

Weil die amerikanische Wirtschaft viel stärker wirkt, hat die Fed das gelddrucken vorläufig eingestellt, obwohl die EZB mehr oder weniger gezwungen wird, gerade jetzt Geld zu drucken.

Und die Zinsen auf amerikanische Staatsanleihen sind währenddessen nach wie vor höher als jene auf europäische Anleihen. Und der Dollar und amerikanische Anleihen werden viel eher als sicherer Hafen betrachtet als der Euro.

Zwei Schlagzeilen, die sehr vielsagend sind
Gestern Morgen habe ich in der Financial Times diese beiden Schlagzeilen gelesen, die perfekt widerspiegeln, warum der Dollar gerade steigt:

– Eurozone slide into deflation fuels QE hopes
– Fed unlikely to raise rates before april

Allen ist klar, dass die Eurozone keine andere Wahl hat, als mehr Geld zu drucken. Zugleich wissen alle so gut wie sicher, dass die Fed irgendwann 2015 die Zinsen anheben wird. Zwei sehr starke Indikatoren, die für einen weiter steigenden Dollar sprechen.

Jetzt fängt die Party erst richtig an
In den vergangenen Jahren haben enorm viele Großanleger Dollar aufgenommen, um damit oftmals in asiatischen Ländern (wo die Zinsen viel höher sind) beispielsweise in Anleihen zu investieren. Das nennt man auch Carry Trade.

Die Gesamtsumme dieser Carry Trades schätzte Hyun Song Shin, Professor an der Princeton Universität und Forschungsleiter der Bank of International Settlements, während einer Präsentation im Dezember auf 9.000 Milliarden Dollar.

9.000 Milliarden Dollar. Eine unwahrscheinlich hohe Summe.

Währungsverluste
All jene, die sich Dollar geliehen haben, um diese außerhalb der USA anzulegen/zu investieren, haben es nun mit fortwährend steigenden Währungsverlusten zu tun. Dadurch schließen zu allererst Anleger (the hot money) ihre Positionen; heißt lokale Währungen verkaufen und Dollar zurückkaufen.

Dadurch steigt der Dollar weiter, noch mehr Anleger/Investoren bekommen Schwierigkeiten und müssen ihre Positionen schließen. Kurzum: ein Teufelskreis, der seinesgleichen nicht kennt.

Der Dollar wird noch stark weitersteigen und das wird enorme Folgen für die Weltwirtschaft und Finanzmärkte haben.

Spezialreport
Dieses Jahr kann mit dem steigenden Dollar viel Gewinn gemacht werden. Noch größere Gewinne kann man allerdings mit den unerwarteten Nebeneffekten machen, die dieser steigende Dollar verursacht.

Wir arbeiten aktuell sehr intensiv an einem Spezialreport, in dem wir Ihnen mitteilen, mit welchen konkreten Investitionen Sie von diesen Entwicklungen ausgiebig profitieren können.

Nächsten Donnerstag sind wir voraussichtlich fertig!

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