Europas Problem auf den Punkt gebracht

Als ich vor einiger Zeit in diesem Artikel schrieb, dass die Rolle der Regierung drastisch zurückgeschraubt und alles abgeschafft werden müsse, was mit Subventionen, Zuschüssen etc. zu tun hat, wurde rein gar nicht darauf reagiert.

Ein Kollege von mir bekam letzte Woche böse Reaktionen und großes Missverständnis wegen seines Standpunkts, der prinzipiell mit meinem übereinstimmt… er richtet sich jedoch auf nur eine Zielgruppe: den Kunstsektor.

Siehe da, Europas Problem auf den Punkt gebracht. Siehe da, darum wird diese Schuldenkrise in ein inflationäres Drama ausarten.

Jeder akzeptiert im Grunde, dass etwas passieren muss, aber sobald man die Belange einer bestimmten Gruppe angeht, ist der Zorn unglaublich groß.

Die Meinung über Kunstsubventionen ist häufig dahingehend, dass es sich dabei um reine Geldverschwendung handelt, zu der wir ungefragt unseren Beitrag leisten müssen. Und das, obwohl Menschen, die Kunstsubventionen wichtig finden, scheinbar nicht einmal akzeptieren wollen, dass ein Großteil ihrer Mitmenschen anderer Ansicht ist und diese Subventionen möglichst schnell abschaffen möchte.

Zugleich ist es sehr wahrscheinlich so, dass viele Menschen, die gegen Kunstsubventionen sind, ihrerseits wiederum auf die Barrikaden gehen würden, wenn etwas angerührt werden würde, was in ihrem Belang ist.

Politiker und die Bevölkerung sind schlichtweg nicht bereit, drastische Maßnahmen zu ergreifen/zu akzeptieren, die ganz einfach notwendig wären. Die einzige Lösung, die dann noch übrig bleibt, ist eine künstliche. Geld drucken. Viel Geld drucken. Siehe da, aus diesem Grund kaufe ich weiterhin Gold und Silber.

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Salamitechnik oder Hackebeil

Auf meiner Twitter Seite finden Sie seit letzter Woche unter anderem einen Link zu einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes Italiens, Istat, in der angegeben wird, dass das italienische Haushaltsdefizit in den ersten drei Monaten 2012 auf 8% des BIP gestiegen ist.

Es flossen im ersten Quartal 155 Milliarden Euro Steuereinnahmen hinein, und die italienische Regierung gab satte 185 Milliarden Euro aus. Wir befinden uns nunmehr seit vier Jahren in dieser Krise und die italienische Regierung schafft es immer noch, fast 20% mehr Geld auszugeben als sie einnimmt.

Wie macht sie das nur?

Indem sie, genau wie die übrigen westlichen Länder, exakt das Gegenteil von dem tut, was man in einer solchen Situation tun müsste. Sie erhöhen Steuertarife und sparen hier und da ein wenig mit der bekannten Salamitechnik. Und nach vier Jahren haben Sie immer noch nicht begriffen, dass die Wirkung kontraproduktiv ist!

Was müsste man in einer solchen Situation denn tun? Ganz einfach. Den Regierungsausgaben nicht scheibchenweise mit der Salamitechnik zu Leibe rücken, sondern mit einem großen Hackebeil. Alle Zusammenhänge, die die Wörter Zuschuss, Absatz, Subvention etc. enthalten ganz einfach streichen (Sie müssten mal sehen, wie viele Zuschläge und Subventionen in den Taschen großer multinational Unternehmen landen!).

Alle unnötigen Regeln, die Unternehmern und Unternehmen unnötigen bürokratischen Ballast besorgen, rigoros streichen. Und mindestens die Hälfte aller Beamten in den Bürogebäuden, direkt nach Hause schicken. Dann würde man merken, wie schnell die Regierungsausgaben sinken!

Gleichzeitig die Steuern nicht erhöhen, sondern senken. Und dabei dann insbesondere die Vielzahl Steuerarten! So würde das Leben ein Stück einfacher werden, und so bliebe von den höheren Einkommen und niedrigeren Einkommen, für Arbeitnehmer und kleine Unternehmer mehr Geld übrig. Gleichzeitig müssten die Lohnkosten für Unternehmen nicht angehoben werden.

Und was die Banken angeht: Nur Garantien für Erspartes bei Banken, die mit diesem Geld nicht ins Casino gehen, sondern das von Bürgern angelegte Geld auf altmodische Weise Unternehmen und Bürgern leihen, die in ihre Zukunft investieren möchten.

Das ist in meinen Augen der einzige Weg zu finanzieller Stabilität und einer starken Konkurrenzposition. Ob Sie mir zustimmen oder nicht, spielt jetzt mal eben keine Rolle. Was ich oben schreibe wird nämlich vorläufig noch nicht passieren.

Politiker werden weiterhin Steuern erhöhen und mit der Salamitechnik sparen. Und sobald sie infolge ihrer eigenen Politik keinen Ausweg mehr sehen, tritt die Zentralbank in Aktion und druckt Geld in großen Mengen.

Staatsschulden steigen trotz „Sparmaßnahmen“ weiterhin. Haushaltsdefizite werden immer höher. Banken geraten immer tiefer in Schwierigkeiten. Zentralbanken drucken immer mehr Geld. Meiner absoluten Überzeugung nach, gibt es daher nur eine verantwortungsvolle Art und Weise Erspartes anzulegen: Gold und Silber.

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