Das wichtigste Ereignis 2014?

Ich habe Ihnen letzten Freitag in diesem Artikel bereits mitgeteilt, dass der Rückgang des Ölpreises für mich das faszinierendste Ereignis 2014 war.

Zum einen, weil niemand es kommen sah. Und zum anderen, weil dieser starke Rückgang unwiderruflich zu einer Energiekrise führen wird, in welcher der Ölpreis infolge eines ernsthaften Angebotsmangels bis weit über die 2008 erreichten 147$ pro Fass steigen wird.

Griechenland
Das wichtigste sozialwirtschaftliche Ereignis könnte sehr gut am letzten Montag (29.12.) stattgefunden haben. An diesem Tag wurde der griechische Premierminister Samaras dazu gezwungen, Neuwahlen anzusetzen.

Das könnte sehr gut der Anfang eines tumultreichen Jahres 2015 in der Eurozone gewesen sein.

Europolitiker werden schon nervös
Die Wahlen in Griechenland finden am 25. Januar statt und verursachen schon jetzt große Nervosität in Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten. Denn wir haben den Griechen in den vergangenen Jahren viel Geld geliehen.

Wenn es nach der linksradikalen Syriza-Partei geht, sollen wir Griechenland diese ganzen Schulden erlassen. Und wie der Zufall es so will, ist genau Syriza der Spitzenkandidat dieser Wahlen.

Gefährliche Sache
Sollte das tatsächlich passieren, dann wird es danach gefährlich. Denn dann könnte es gut sein, dass die neue griechische Regierung nicht länger unterwürfig die Auflagen aus Brüssel befolgen wird, sondern, eher im Gegenteil, diesen Auflagen entgegenwirken wird.

Und da man nie weiß, wie Politiker mit so etwas umgehen werden, wird das der Auslöser großer Unsicherheit an den Finanzmärkten sein. Ein (weiter) sinkender Euro und enorme Unruhen insbesondere an den südeuropäischen Anleihemärkten sind dann sehr wahrscheinlich.

Beppe Grillo läuft sich warm
In Italien brach Panik aus, als der Anleihezins 2011 auf 6% stieg. Bei einer Staatsverschuldung von 119% des BIP. Inzwischen ist die Staatsverschuldung auf 134% des BIP gestiegen. Wie viel Panik wird wohl ausbrechen, wenn die Zinsen jetzt auf 6% steigen?

Beppe Grillo läuft sich schon warm, um mit Italien aus dem Euro auszusteigen…

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen