Der Truthahn und der Metzger

Ich möchte mit Ihnen kurz über das Thema Stabilität reden. Über vermeintliche Stabilität. Und über natürliche versus forcierte Stabilität. Ich habe hierzu einen genialen Artikel von Dylan Grice gelesen, der über das Buch Antifragile von Nassim Taleb referierte.

Taleb schreibt in seinem Buch eine Geschichte über den Truthahn und den Metzger, und die geht wie folgt:

Ein Truthahn wird von einem Metzger 1000 Tage lang gefüttert. Jeden Tag, an dem der Metzger ihm etwas zu fressen gibt, wird der Truthahn in seiner Annahme bestätigt, dass der Metzger nur das Beste für ihn beabsichtigt. Nach 999 Tagen hat der Truthahn mehr statistische Beweise als je zuvor. Er hat immerhin ganze 999 Tage an harten statistischen Fakten gesammelt, die seine Analyse bestätigen.

Bis schließlich nach 1.000 Tagen Weihnachten beginnt. Genau an dem Tag, an dem das Vertrauen des Truthahns in seinen Freund, den Metzger, am allerhöchsten ist, verändert sich alles. Er bekommt es mit einem sog. „Black Swan event“ zu tun. Ein Geschehnis, das wie aus heiterem Himmel über ihn hereinbricht. Und das mit fatalen Folgen für ihn.

Welchen Fehler macht der Truthahn?
Aufgrund seines offenbar stabilen Daseins vergaß der Truthahn, weiter zu denken. Die einfache Tatsache, dass sein Leben 999 Tage lang so stabil verlief, ließ ihn schlussfolgern, dass auch der Rest seines Lebens stabil werden würde.

Er vergaß dabei auch, zwischen natürlicher und forcierter Stabilität zu unterscheiden. Wobei seine Situation in keinem Fall als natürlich zu bezeichnen ist.

Ein klarer Fall von forcierter Stabilität
Obwohl es uns wirtschaftlich nicht gerade gut geht, kann man feststellen, dass noch immer die Rede von einer relativ stabilen wirtschaftlichen Lage ist. Nur handelt es sich hierbei um eine Stabilität, die vor allem durch das Über-Wasser-Halten von Banken kreiert wird, in dem der Zins künstlich auf nahezu 0% gehalten wird und massenhaft Geld in den Umlauf gebracht wird.

Sieht für mich aus wie ein klarer Fall von forcierter Stabilität. Je länger man Stabilität forciert, desto schlimmer ist danach der Schaden (gilt für die Wirtschaft, nicht für den Truthahn).

Vermeiden Sie, dass Sie so enden wie der Truthahn
Lassen Sie sich also nicht in den Schlaf säuseln, wenn Ihre persönliche Situation zurzeit stabil ist. Und glauben Sie bitte kein Wort von dem, was Ihnen Politiker, Zentralbänker und die regulären Medien erzählen. Denn das Letzte, was Sie wollen, ist so zu enden (finanziell gesehen) wie der Truthahn.

In unserem Gratisreport „Sei vorbereitet und habe einen Plan!“  sagen wir Ihnen, was wir die kommenden Jahre tun werden, um uns zu schützen. Und was vor allem nicht. Noch nicht gelesen? Fragen Sie ihn hier an.

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen