Der wahnsinnig mutige Paul Volcker (2)

Vor gut einer Woche habe ich Ihnen in diesem Artikel mitgeteilt, dass der frühere Fed-Chef Paul Volcker der Inflation den Hals umdrehte, indem er die Zinsen stark anhob. Dadurch drehte er zugleich dem damals stark steigenden Goldpreis definitiv den Hals um.

Ich habe Ihnen auch mitgeteilt, wie mutig man sein musste, um solche Maßnahmen zu ergreifen. Volcker wurde zu einer Art Paria, denn sich Geld zu leihen wurde für die Bevölkerung und Unternehmen viel zu teuer und amerikanische Unternehmen gerieten infolge des steigenden Dollars in Schwierigkeiten.

Gelinde gesagt, können wir behaupten, dass Paul Volcker in den Jahren 1980-1983 ein nicht unbedingt angenehmes Leben hatte.

Dank des Vorgängers
Und das hatte er im Grunde genommen seinem Vorgänger Arthur Burns zu verdanken, der Anfang der 70er Jahre schon hätte einschreiten müssen, das jedoch nicht tat. Burns gab später zu, dass er schlicht und ergreifend nicht mutig genug war, dem Druck des Weißen Hauses standzuhalten.

Paul Volcker war also enorm mutig. Aber auf der folgenden Graphik ist zu sehen, dass das in einer Zeit stattfand, in der die amerikanische Staatsverschuldung lediglich 30% des BIP betrug.

Von einer so geringen Staatsverschuldung können wir jetzt nur noch träumen! Mit einer so niedrigen Verschuldung war es damals für die USA überhaupt kein Problem, einige Jahre enttäuschende Steuereinnahmen (bzw. heftige Haushaltdefizite) zu verdauen.

Wer möchte schon die ganze Welt gegen sich haben?
Aktuell herrscht (noch) keine Inflation. Es ist jedoch allseits bekannt, dass die Wirtschaft in eine tiefe Rezession verfällt, sobald Zentralbanken den Zins nicht weiter niedrig halten und kein Geld mehr drucken.

Und wenn das passiert, steigen die amerikanischen und europäischen Staatsschulden bis weit über 100% des BIP.

Sollte anno 2014 ein Zentralbanker die Unverfrorenheit besitzen, das zu tun was nötig wäre, gingen verschiedene Länder sofort Pleite. Anleihemärkte gerieten sofort in Panik. Börsen schössen sofort in den Keller.

Kein Zentralbanker nimmt in Kauf, dafür die ganze Welt gegen sich zu haben!

Fazit
Zentralbanken werden die Zinsen auch weiterhin niedrig halten und viel Geld drucken. So lange, bis Inflation überhandnimmt. Und wenn die Inflation anschließend zu schnell steigt, werden sie nicht den Mut besitzen und hart durchgreifen.

Und daher ist der Rückgang des Goldpreises seit 2011 nichts weiter als eine Korrektur innerhalb eines stark steigenden Langzeittrends. Und darum wird der Goldpreis in den kommenden Jahren enorm steigen. Und Papiergeld wird letztendlich wertlos werden.

Weil für mich 100% feststeht, dass Zentralbanker die heutige Politik bis zum bitteren Ende fortsetzen werden, kaufe ich auch weiterhin regelmäßig physisches Gold und Silber. Ich kaufe bei diesen Anbietern.

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