Europa stehen sehr schwere Zeiten bevor

Ich hoffe, Sie hatten Zeit, sich die außerordentlich interessante Präsentation von Peter Zeihan anzuschauen.

Mir fiel als erstes auf (und darüber hatte ich noch nie nachgedacht), dass die USA seit 1946 dafür sorgen, dass jedes Land sicher seine Waren in die ganze Welt exportieren kann.

In Europa profitieren wir also schon seit gut 70 Jahren von der Tatsache, dass die USA wie ein Weltpolizist auftreten. Und das, obwohl die USA dadurch keinerlei Vorteil hatten.

1946 war dieses Abkommen logisch, Europa war arm und die USA wollten den Sowjetkommunismus möglichst effizient eindämmen.

Europa hat 70 Jahre lang profitiert
Allerdings haben die europäischen Führungspersonen nach dem Fall der Mauer 1989 nicht darüber nachgedacht, dass es vernünftig gewesen wäre, wenn auch Europa seinen Teil dazu beigetragen hätte.

Da kommt noch das NATO-Abkommen hinzu, das besagt, dass jedes Land 2% seines BIP als Verteidigungsausgaben verwenden soll. In dieser Hinsicht, haben die europäischen Länder ihr eigenes Abkommen nie eingehalten.

Sie gehen gemeinsam mit Freunden in die Kneipe und sprechen ab, dass jeder im Verhältnis zum eigenen Portemonnaie, einen Beitrag in die Trinkkasse steckt. Anschließend zeigt sich dann, dass ein Teil der Freunde ohne Skrupel nur die Hälfte zahlt.

Europa hat dutzende Jahre profitiert. Und China hat in den vergangenen 20 Jahren sogar noch viel mehr profitiert.

Logisch, dass ein Mann wie Trump gewählt wird
Logisch, dass der durchschnittliche Amerikaner sich irgendwann fragt, warum die USA den Weltpolizisten mimen müssen, während ihre Fabriken geschlossen und nach China verlegt werden.

Logisch, dass die Amerikaner irgendwann einen Präsidenten wählen, der Amerika first zum wichtigsten Thema macht!

Beeindruckend war daher auch, dass Peter Zeihan davon ausgeht, dass sich in 20 bis 30 Jahren herausstellen wird, dass Trump der Präsident mit der ausgeprägtesten internationalen Orientierung war.

Bei Trumps Anhängern wird America first noch weiter oben auf der Agenda stehen!

Amerika braucht niemanden
Hier kommt noch hinzu, dass die USA ein Land sind, das in Sachen Sicherheit ideal gelegen ist. Es kann sich selbst mit Energie versorgen, was ebenfalls für die Landwirtschaft zutrifft.

Die USA sind ein Land, das wirtschaftlich sehr unabhängig vom Rest der Welt ist.

Es wird also davon ausgegangen, dass die USA sich aus dem Weltschauspiel immer weiter zurückziehen werden. Und dass das große Konsequenzen für Europa haben wird.

Amerikas Autos
Trumps Handelskrieg lässt sich also logisch begründen. Trump will zum Beispiel, dass Amerikaner wieder Autos fahren, die von amerikanischen Arbeitern in amerikanischen Fabriken hergestellt werden.

Geteiltes Europa hat keine Rohstoffe
Wir haben es hier bei uns mit einer eklatant schlecht organisierten EU und Euro zu tun. Die Länder hier sind nicht solidarisch und jedes Land stellt seine Interessen in den Vordergrund, wenn es darauf ankommt.

Ein geteiltes Europa, das keine eigenen Rohstoff besitzt und in Sachen Wirtschaft größtenteils exportabhängig ist.

Europa stehen schwere Zeiten bevor. Sehr schwere Zeiten. Aber dazu bald mehr.

 

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