Meine Analyse der Inflation-Deflation Diskussion

Ich hoffe, dass Sie sich das Video mit der Diskussion von Inflationist James Rickards und Deflationist Harry Dent angesehen haben. Es gibt nicht viele Menschen, die intelligent sind und einen total unabhängigen Geist haben, die auch noch eine Diskussion über die Frage, ob wir auf eine Inflation oder Deflation zusteuern, eingehen.

Hervorzuheben ist dabei besonders das Wort unabhängig. Die meisten Gesichter, die Sie im Fernsehen oder der Zeitung sehen, sind entweder nicht intelligent oder nicht unabhängig. Das ist auch der Grund, warum die regulären Medien tagtäglich so viel Müll über uns ausschütten.

Wenn Sie sich die Diskussion noch nicht angeschaut haben, dann tun Sie dies noch, bevor Sie diesen Artikel weiterlesen. Das macht es interessanter, denn dann können Sie Ihre eigene Meinung mit meiner vergleichen.

Meine Analyse von der Diskussion
Die Erklärung von Rickards darüber, wie sich das Drucken von Geld auswirkt, war recht kurz, aber sehr gut. Sie bot keinerlei Angriffsfläche, und Harry Dent griff sie auch nicht an.

Beiden waren sich darin einig, dass der amerikanische Staat das offiziell erklärte Ziel hat, 2% Inflation zuzulassen, dass sie aber in Wirklichkeit 4 bis 5% Inflation wollen. Denn dann wird die Staatsverschuldung schneller als Anteil am BIP verschlungen.

Dent’s Meinung war demnach, dass die Menschen bei 5% Inflation ohne Wirtschaftswachstum in Aufruhr geraten werden. Dass sie fordern werden, dass die Fed mit dem Gelddrucken aufhören soll. An dieser Stelle macht er einen Fehler.

Bürger wollen Lohnerhöhung
Der Bürger, der auf die Straße geht, um zu protestieren, sieht absolut nicht den Zusammenhang zwischen Gelddrucken und Inflation. Das Leben ist 5% teurer geworden und so wird er auf die Straße gehen, um mindestens 5% Lohnerhöhung zu fordern. Er wird niemals auf die Straße gehen, um zu fordern, dass eine Zentralbank aufhört, Geld zu drucken.

Rickards erwartet, dass die Inflation sich zuerst in Richtung der von den Politikern gewünschten 5% bewegen wird und dann anschließend schnell Richtung 10% steigen wird. Beide machten an der Stelle einen Fehler, an der sie ein Szenario von 10% Inflation ohne Wirtschaftswachstum beschrieben. Wobei man bei 10% Inflation automatisch (ein vorübergehendes, sehr ungesundes) Wirtschaftswachstum hat, weil die Menschen ihr Geld ausgeben, um Preissteigerungen zuvor zu kommen.

Schlussfolgerung
Das einzige Argument von Deflationist Harry Dent eine Deflation zu erwarten war, dass er erwartet, dass die Bevölkerung fordern wird, dass die Zentralbanken aufhören sollen, Geld zu drucken. Das ist meiner Meinung nach sehr unrealistisch. Die Bevölkerung wird Lohnerhöhungen fordern, wodurch in erster Linie noch mehr Geld gedruckt werden muss.

In der Weimarer Republik haben sie 1922-23 das Ganze einfach umgedreht. Anstatt zu realisieren, dass Inflation die Folge von Gelddrucken ist, resümierte Reichsbankpräsident Rudolf Havenstein, dass er keine andere Wahl hätte, als Geld zu drucken infolge der steigenden Inflation.

Überzeugung nur noch verstärkt
Dasselbe Resümee wird nun auch gezogen. Dem durchschnittlichen Bürger macht es anfangs nicht viel aus, dass alles teurer wird, so lange sein Einkommen auch in ähnlichem Maße erhöht wird. Die Diskussion hat meine Überzeugung, dass wir auf eine stark steigende Inflation zusteuern, nur noch verstärkt.

Und das Witzige ist, dass beide mich davon überzeugt haben, dass wir mit unserer Anleihenstrategie enorme Gewinne erzielen können und dass beide mich davon überzeugt haben, dass ich vorläufig noch weiterhin Gold und Silber hinzukaufen sollte.

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