Teufelskreis

Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich wirklich eine bizarre Entwicklung.

Nachdem China seine Währung am 11. August abgewertet hatte, stieg der EUR/CNY prompt von 6,80 auf 7,13. Das entspricht einem Anstieg von satten vier Prozent (siehe erster Teil des Anstiegs in der folgenden Graphik).

Infolgedessen gerieten die europäischen Börsen direkt in Panik. Denn ein 4% teurerer Euro führt zu großen Schwierigkeiten für den europäischen Export und stellt daher eine Gefahr dar für die so zaghafte Wirtschaftserholung.

Daraufhin entschied sich der Währungsmarkt allerdings dafür, dass der Euro weiter steigen müsse. Der Euro wurde dann von ganz allein noch einmal fast 4% teurer (siehe letzter Teil des Anstiegs in der Graphik).

Wenn Euro weiter steigt, geht es schief
Dadurch ist der Euro jetzt plötzlich gute 8% teurer geworden. Innerhalb von gut zwei Wochen.

Die Sorgen rund um den Export nehmen dadurch nur noch weiter zu. Anleger fürchten sich so noch mehr vor einer abbrechenden Wirtschaftserholung und die europäischen Börsen könnten noch weiter sinken.

Ein Teufelskreis, der in den letzten Wochen entstanden ist.

Panik in europäischen Bürotürmen
Ob sie wohl schon ein bisschen nervös werden, dort in den nagelneuen, viel zu teuren Bürotürmen der EZB in Frankfurt?

Wenn der Euro so teuer bleibt und die Börsen weiter sinken, wird in den europäischen Hauptstädten und in Frankfurt auf jeden Fall Panik ausbrechen. Und sowieso, wenn bald auch Japan handelt und den Yen abwertet.

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