Wie hoch müsste der EZB-Zins sein?

Gestern habe ich einen Tweet von Holger Zschaepitz gelesen.

Er schrieb darin, dass die deutsche Wirtschaft in ihrem aktuellen Zustand (gemäß der Taylor Rule) einen EZB-Zins von mehr als 7% braucht, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Ich selbst bin kein Fan der Taylor Rule, also fand ich es gut, die Mankiw Rule auf einige Euroländer loszulassen.

Gemäß dieser Regel sollte der EZB-Zins in Deutschland jetzt 5,8% betragen.

Die EZB stimuliert die deutsche Wirtschaft also sehr stark, obwohl es allerhöchste Zeit ist, auf die Bremse zu treten. Mit u. a. der Folge einer neuen Häuserblase.

Gleichzeitig sehen wir, dass die belgische Wirtschaft nur 0,5% Zinsen braucht (ohne Geld zu drucken) und dass Italien faktisch zurück zur italienischen Lira muss, damit sie ihre Währung abwerten können.

Eine EZB-Politik. Für 19 wirtschaftlich völlig unterschiedliche Länder, die alle selbstständig bleiben möchten. Das kann nur schiefgehen.

 

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